Ab in den Süden

Die Enttäuschung über unseren Camper war uns ins Gesicht geschrieben. Der erste Eindruck war schmuddelig, dreckig und mit 360'000 km schon ziemlich weit herumgekommen. Wir haben unseren VW Bus schmerzlich vermisst und es schon bereut ihn nicht mitgenommen zu haben. Nicht mal eine Marquise hat der Bus, die uns etwas Schatten hätte spenden können. Zumal in ganz Westaustralien alle Sonnenschirme ausverkauft waren. Eine Mitarbeiter von Coles (sowas wie Migros oder Coop bei uns) hat uns sogar zu einem Liquor Store geschickt, mit der Aussage "vielleicht haben die ja noch einen". Ja klar, aber nur wenn man sich ganz schön voll laufen lässt. Nun, wir mussten uns also die ersten Tag auch ohne eigenen Sonnenschutz einrichten.

Die erste Nacht haben wir vor Hitze kaum geschlafen. Wir waren auf einem Camping in Australind in der Nähe von Bundbury. So haben wir am nächsten Morgen entschieden unsere Reiseroute umzukrempeln. Ab in den kühleren Süden. Wir sind 5 Stunden nach Denmark gefahren. Tatsächlich waren es dort nur noch etwa 30 Grad (!). Nach der langen Fahrt waren wir froh unser Ziel erreicht zu haben. Der Big4 Camping sah sehr anmachend aus, leider aber bereits geschlossen. Unverhofft sind wir zu einer Nacht bush camping gekommen. Am nächsten Morgen konnten wir uns mit viel Glück für vier Nächte in Denmark einrichten. Unser Campingplatz war riesig und mit unserem spärlich eingerichtetem Camper sieht das Ganze irgendwie verloren aus. Vor allem weil rund herum vor allem Australier mit ihrer ganzen Haushaltung campen. Da sieht man riesige Wohnwagen, Campers & Zelte mit Kaihüten-Betten oder Laufgitter im Freien. Und jeder fährt einen riesigen Off-Roader - was bei den hiesigen "dirty roads" durchaus Sinn macht.

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Kommentare: 1
  • #1

    Maia (Dienstag, 08 Januar 2013 17:15)

    Bin so froh, von Euch zu hören, geniesst es weiterhin ihr DREI. Danke für die fotos, Leandro einen Kuss und der Wald ist wirklich belebt. :-)

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