Start in Perth

Wenn einem die Hitze bei 40 Grad gerade zu erdrückt und ein Kücken das Highlight ist.

Die Skyline von Perth im Sonnenuntergang. Das wäre doch ein absolut würdiges erstes Foto gewesen für unseren Blog. Viel haben wir uns vorgenommen und sind richtiggehend von der Hitze Westaustraliens in den Boden gedrückt worden. So haben wir die ersten Tage nur den Schatten gesucht, Wasser getrunken und versucht uns an die Hitze zu gewöhnen. Auch der Jetlag hat uns und vor allem Leandro den Rhythmus genommen. So hatten wir ein paar nächtliche Spielaktivitäten und auch etwas Heimweh hat den Kleinen geplagt. Bedrückt waren wir aber vor allem aufgrund eines medizinischen Notfalls in der Familie. Der Start ist also nicht wirklich gelungen und es kann nur aufwärts gehen.

Das erste Foto auf unserem Blog ist also ein Kücken, welches zu früh aus dem Nest gefallen ist und noch gar nicht richtig fliegen konnte. Die Mutter hat es beschützen wollen, wenn man zu nah kam. Das waren richtige Angriffsflüge. Die ganze Szene spielte sich auf einem Spielplatz in Fremantle ab. Dort haben wir Schatten gefunden und gute 4-5 Stunden verbracht, etliche Schweizer angetroffen und eben dieses Kücken. Dann geschah irgendwie etwas Seltsames. Während die Mutter des Kücken stets alle angriff, sass sie bei uns auf den Buggy und hat uns angeschaut, immer und immer wieder ist sie gekommen. Wir hatten grosses Mitleid und es immer wieder beobachtet, bis wir das Kücken bei einem Baum sahen. Die Versuche da hochzuklettern waren gescheitert. Wir haben das Kücken mit einem Tuch genommen und es auf den Baum gehievt. Den Rest hat es dann tatsächlich alleine geschafft. Die Mutter hat uns nicht angegriffen, ist sogar davon geflogen. Hat uns die Vogelmutter tatsächlich um Hilfe gebeten? Wir wissen es nicht, bilden es uns aber ein und haben uns unheimlich gut gefühlt dabei.

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